Der Siegeszug der Zuckersticks über den Würfelzucker

Geht man heute in ein Café und möchte sich seinen Kaffee oder Tee süßen, so wird die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein, dass es ausschließlich Zuckertütchen oder Zuckersticks gibt, jedoch keinen Würfelzucker.
Grund für diese Entwicklung über die letzten Jahre wird von der Zuckerindustrie mit einem verändertem Verbraucherverhalten erklärt. Doch was genau hat sich geändert?

Veränderung des Kaffeekonsums

Festzuhalten ist, dass sich besonders der Kaffeekonsum geändert hat. Wahr vor Jahren noch der einfache Filterkaffee das Maß der Dinge, so ist heute eine viel größere Vielfalt an Kaffeegetränken anzutreffen.Des Weiteren hat sich die Art und Weise des Kaffeekonsums verändert. Besonders Kaffee to go erfreuen sich seit Jahren immer größerer Beliebtheit. Hier gilt vor allem die Schnelligkeit, wobei hier der Zuckerstick durch seine lose Konsistenz Vorteile bietet, da er sich schneller auflöst als Würfelzucker. Auch kann der Kunde die Zuckermenge besser bestimmten, da eine genaue Dosierung möglich ist.

Ein weiterer Aspekt ist der Gesundheitliche, der Einfluss auf inzwischen viele Verhaltensweisen des Menschen hat. Wurde früher noch wie automatisiert ein oder zwei Stück Würfelzucker in den Kaffee getan, so wird heute gern in sehr geringen Dosen gezuckert. Auch wenn ein Würfelstück im Schnitt nur 3-4 Gramm Zucker beinhaltet, so lässt sich mit einem Zuckerstick noch genauer bzw. in diesem Fall das Getränk noch „zurückhaltener“ zuckern.

Bessere Werbemöglichkeiten durch Zuckertütchen

Auch wenn diese Entwicklung ein Grund ist, so liegt die Wahrheit für das immer weiter fortschreitende Verschwinden der Zuckerwürfel auch in einem weiteren, recht einfachen Anlass.Die länglichen, schmalen Zuckersticks wirken nicht nur durch ihre Form moderner, sie bieten vor allem eine größere Werbefläche und lassen sich mit verschiedensten Zuckerarten befüllen.

Durch das Bedrucken der Sticks mit einem Logo oder Ähnlichem bieten sie somit den Cafés eine größere Möglichkeit optische Werbung unterzubringen.

Inzwischen liegt der Marktanteil von Würfelzucker im Doppelpäckchen bei nur noch 15%. Jedoch müssen sich auch Fans von Würfelzucker keine Sorgen machen. Einerseits wird Filterkaffee bei der jungen Generation wieder beliebter, sodass auch die Vorteile von Würfelzucker wieder zum tragen kommen und andererseits hat der klassische Würfelzucker im privaten Konsum nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt.

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